Ganymed — Szenario
In einem Gedankenexperiment erfolgt die Begehung eines Un­ter­neh­mens und seiner Räume; zu Beginn wird das Szenario als Momentaufnahme eingefroren. Nun werden alle Objekte, die der Wahrnehmung zugänglich und in Zusammenhang mit dem Verfahren stehen, gesammelt und geordnet.
1. Phase: Ein Gebäude, im Inneren Räume verschiedener Art, in den Räumen Schränke, Computer, Netzwerkkabel, Hubs, Switches, Telefonanlagen, Drucker, Scanner, Jukeboxen usw. Da Computer nicht ohne Anwendungen funktionieren, wird die Existenz von IT-Anwendungen postuliert. Mit dem Vokabular des IT-Grundschutzes (BSI) ist das der IT-Verbund. 
2. Phase: Die Räume sind beschriftet mit Bezeichnungen von Ab­teil­ungen und Namen von Personen, die, je nach Abteilung,  unter­schiedliche Rollen innehaben. Das sind die groben Elemente der Organisation (Aufbau).
3. Phase: Ohne Daten läuft nichts! Wir finden Belege, Do­ku­men­te, Journale, Konten, Stammdaten, Steuerdaten und Pro­to­kolle Die Datenobjekte dieser Klassen sind GoBS-relevant. Damit haben wir alle relevanten Datenobjekte. gewonnen.
4. Phase: Die Einfrierphase des Szenarios wird beendet. Damit  in der E-Buchführung etwas ge­sche­hen kann, müssen zunächst IT-Ereignisse (Installation, Test, Rechte­ver­ga­be etc.) statt finden. Diese ermöglichen die Durchführung der kaufmännisch-fachlichen  Ereignisse: Geschäftsvorfälle, interne Leist­ungsprozesse, Kontrollen etc. Die Ereignisse werden in diese Klassen unterteilt.
5. Phase: Was in den Phasen 1-4 erfasst werden konnte, ist das Ergebnis umgesetzter Ideen. Einem Plan gemäß wurden Mit­arb­eiter ein­gestellt, IT-Systeme und Software beschafft, Ge­schäfts­prozesse aufgesetzt usw. Nun wird weiter geplant, überwacht, kontrolliert, Risiken werden erkannt und analysiert: die "blaue" Sphäre des Unternehmens - der Lenkung und Kontrolle, die Ebene der Gestaltung: Governance.
6. Phase: Das Zusammenfassen der in Phasen 1.-3. gewonnenen Elemente unter dem Begriff "Ressourcen" liefert ein grobes  Schichtenmodell für die Dokumentation.
7. Phase: Die abschließende Aufgabe besteht darin, für die einzelnen Klassen Dokumentationsobjekte zu modellieren; das sind Teilmodelle für den Geschäftsvorfall, das IT-Ereignis, das IKS usw. In diese Modelle werden die spezifischen Attribute "eingehängt" und die Objekte werden miteinander verknüpft. Es lassen sich auch komplexere Attribute in Form von Stichpunkt- und Kriterienlisten zuordnen, die  sich in den Check-Listen zur Verfahrensdokumentation finden.                      

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©  und Urheberrechte Ganymed: Siegfried Mack